Einen Sud hats gebraucht.

Der malzig süße Duft beim Maischen. Das explodierende Aroma des Hopfens, wenn man ihn in die kochende Würze fallen lässt.

 

Nach diesen ersten Hobbyversuchen in der Küche - gebraut im Einkocher, der normalerweise den Glühwein warm hält - war mir klar: Ich will lecker Bier brauen und die Menschen glücklich machen!

 


Dann ging alles ganz schnell. Familie, Freunde, Bekannte und Leute, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, tranken mir zuverlässig den Kühlschrank leer und ich sah mich gezwungen, dass Hobby-Sudhaus immer weiter zu vergrößeren, sowie eine Zapfanlage in den Kühlschrank einzubauen. Auf Grillpartys rauschte das Bier durch die Hähne, als wären wir wieder jung, und nicht Mitte dreißig.

 

Seit ich zurückdenken kann bin ich Bierliebhaber. Die neuen Flavor-Hopfen, aber auch alte, im kommerziellen Rahmen fast vergessene Bierstile faszinieren mich besonders.

 

Außerdem machen Rezeptentwicklungen und deren Feinabstimmung einfach unglaublich Spaß! Ganz besonders, wenn am Ende ein tolles Bier dabei rauskommt.

 

Der Gedanke, eine kleine Brauerei zu eröffnen, war dann nicht mehr weit. Da ich unglücklicherweise auch noch Betriebswirtschaft im albernen Fachbereich Werbung studiert hatte, fiel die Entscheidung nicht schwer. Die Biervielfalt in Karlsruhe muss eh noch ein wenig erweitert werden!

 

Eine Nanobrauerei (170 l pro Sud) ist es geworden. Sehr viel größer solls auch nicht werden, denn Spaß und eine gute Prise Perfektionismus sollen im Vordergrund stehen, nicht knallharte Kalkulation und Effizienz.

 

 

Prost, Leute!

Felix